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Das Leben passiert dann, wenn man eifrig dabei ist andere Pläne zu schmieden.

Autor: SophieLessing | Datum: 21 November 2015, 10:19 | 0 Kommentare

„Das Leben passiert dann, wenn man eifrig dabei ist andere Pläne zu schmieden.”

 

So erging es mir in letzter Zeit häufig. Eigentlich sollte ich mich bereits Ende August auf dem Weg nach Indonesien, mit vier anderen Mitfreiwilligen, machen, doch dieser Termin wurde 6 Wochen nach hinten verschoben, auf Grund von Visa Schwierigkeiten. Zwar schon meine Abschiedsfeier gefeiert gehabt, aber dann einfach zum Abschied gesagt, wir sehen uns ja bald wieder.

Also stand ich da, mit der großen Frage was soll ich die nächsten sechs Wochen machen. Nur rumgammeln war für mich keine Option, sondern ich half Freunden bei Umzügen und besichtigte neue Wohnungen. Außerdem wurde Dortmund der Knotenpunkt für die Züge aus München mit mehreren hunderten Flüchtlingen und dort half ich mit meinem Pfadfinderstamm (Stamm weiße Rose) zusammen, hauptsächlich in der Kleiderkammer aus. Dies war schon eine Erfahrung für sich, wie viele Geflüchtete ohne Kleidung, dem Wetter angemessen, ankamen und wie Kinder erst auf dem Weg nach Deutschland auf die Welt kamen. Wer genaueres über Dortmund als Knotenpunkt erfahren möchte, findet unter dem Hashtag #trainofhopedo mehr dazu.

Nun waren fast die sechs Wochen abgelaufen und ich machte mich wieder bereit um endlich los zu fliegen und machte meine letzten Einkäufe.

Aber wie vielleicht manche wissen, ging es leider schon wieder nicht los, sondern aus Indonesien hörte man noch schlechtere Signale, dass wahrscheinlich wir dieses Jahr keine Chance hätten ein Jahresvisum zu bekommen…

Wir also erst einmal wieder vertröstet und ich guckte mich nach einer neuen Tätigkeit um und begann im Gasthaus zwei bis drei Mal die Woche zu arbeiten. Im Gasthaus bekommen Wohnungslose und Menschen mit sehr wenig Geld, umsonst, 356 Tage das Jahr, Frühstück.

Auf Grund der Arbeit mit Geflüchteten und Wohnungslosen fiel es mir auch nicht so schwer die Zeit noch in Deutschland zu verbringen. Nur die Frage „Ach du bist immer noch da.“ Ging mir mit der Zeit etwas auf die Nerven. J Doch ich wollte auch endlich gerne mal los.

Doch meine Entsendeorganisation, die VEM, musste nach allen möglichen Bemühungen und Gesprächen, uns Bescheid sagen, dass Indonesien nicht mehr möglich wäre.

Doch die VEM setzte alle möglichen Hebel in Bewegung um uns trotzdem ein Freiwilligenjahr zu ermöglichen und schaffte fünf neue Stellen in Afrika.

Daher habe ich mich letzten Montag auf dem Weg nach Ruanda gemacht, wo ich nun meine nächsten 9 1/2 Monate verbringen werde. Ich bin nun am gleichen Ort wie Johanna (eine andere Freiwillige der VEM) und bin bisher sehr glücklich hier. Ich habe in Deutschland noch etwas Kinyarwanda gelernt habe, aber zu meinem Glück kommt man hier auch sehr gut mit Englisch weiter. Meine Arbeitsbereiche werden hauptsächlich Englisch Unterricht zu geben und ich arbeite bisher einmal die Woche in einer Saft Fabrik mit. Dies macht sehr viel Spaß einfach mal 300 kg Ananas zu verarbeiten und das hauptsächlich alles mit der Hand.

An das frühe Aufstehen um 6 Uhr morgens muss ich mich erst einmal noch etwas gewöhnen. Doch ansonsten ist hier alles sehr schön und alle Leute, denen ich bisher begegnet bin, sind sehr freundlich und versuchen mir etwas mehr Kinyarwanda beizubringen.

Von allen denen ich mich nicht mehr persönlich verabschieden konnte, tut es mir sehr Leid! Am Ende war alles doch noch etwas stressiger, als gedacht. :)

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